Samstag, 18. November 2017

In heaven No. 266 - Steckerlashimmel

Der hier in unserer Region typische Wald besteht fast ausschließlich aus Kiefern, dicht an dicht gepflanzt und ziemlich spillerig. Der mittelfränkische Sandboden macht es anderen Baumarten schwer Halt und ausreichend Nahrung zu finden - die Kiefer ist da genügsamer, strebt dicht an dicht ans Licht und wird dabei lang und dünn. Das ergibt nach Jahren der Monokultur-Aufforstung den fränkischen Steckerlaswald aus Kiefern mit vielen Stämmen und hohen Kronen, unterwachsen von Heidelbeeren und Heidekraut. Von unten nach oben betrachtet, kann einem da schon mal schwindelig werden im Kiefern-Karussell. Es gibt wohl eindeutig hübschere Waldformen, aber womit man aufgewachsen ist, das liebt man trotzdem, weil es eben zur Familie gehört ... irgendwie.



 Fürther Stadtwald im November.

_________________________________________

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

in heaven, im Himmel, Wolken, sky, clouds, Herbsthimmel, sky watch, Kiefernwald, Steckerleswald, Kiefern-Monokultur

Mittwoch, 15. November 2017

Kalendarische Startlöcher.

Was meint ihr - wird man für Adventskalender irgendwann zu alt? Wenn das so sein sollte, dann habe ich den Absprung wohl irgendwie verpasst. Ich bastle - trotz inzwischen größerem Kind - immer noch jedes Jahr an mindestens ein bis vier Adventskalendern und freue mich auch immer noch darüber. Und während es vor zwanzig Jahren mal so ein Tief gab in der Freude auf die Adventszeit und Weihnachten, weil das immer in Stress ausartete, wächst die Vorfreude seit ein paar Jahren wieder an. Für mich ist die "stade Zeit" vor Weihnachten inzwischen eine dringend herbeigesehnte Ruhepause nach einem fordernden Jahr. Anlass, einen Gang runterzuschalten und mir etwas mehr Zeit zuhause außerhalb des Büros zu genehmigen. Ein Ausflug in den Wald zum Zweige sammeln hier, ein bisschen Basteln da, Kerzen aufstellen, alles leuchten lassen, Tee, warme Decke und ein Buch auf dem Sofa.
Jedes Jahr versuche ich, die Weihnachtsvorbereitungen weiter nach vorne zu ziehen, damit diese vier Wochen vor Weihnachten dann nicht auch von Hektik geprägt sind. Mal gelingt das besser, mal schlechter. Dieses Jahr sieht es eigentlich ganz gut aus. Der Schreibtisch ist zwar noch gut voll, aber das schaffe ich noch, dafür sind die meisten Geschenke schon lange verpackt und die Adventskalender sind auch fast fertig. Bevor ich euch die aber zeige, habe ich als Anregung noch mal die Kalender der letzten Jahre herausgekramt - vielleicht braucht ja jemand noch eine Anregung.


Adventskalender 2012 - 2016 
(Ein Klick auf die Bildunterschrift führt zum jeweiligen Post)

















Mehr weihnachtliche Dekoideen findet ihr > hier.

verlinkt mit:
Creadienstag
Adventskalender, advent calendar, Advent, Weihnachtsdekoration, Weihnachten, Advent

Samstag, 11. November 2017

In heaven No. 265 - Himmelszeig

Ist Fürth eigentlich die einzige Stadt in Deutschland, die sich eine Pyramide leistet? Ich weiß es nicht genau. Direkt am Rhein-Main-Donaukanal und der Stadtautobahn nach Nürnberg gelegen, liegt das als Hotel genutzte Gebäude infrastrukturell sicherlich günstig, aber mitten im Indusstriegebiet auch nicht besonders pittoresk. Nähert man sich der Stadt allerdings von Westen oder Osten auf nämlicher Autobahn, stellt sie schon eine beindruckende architektonische Landmarke dar. 
Womöglich macht es Sinn, ein Hotel in Pyramidenform zu bauen, sollen doch organisches Material angeblich unter dieser Bauform nicht so schnell gammeln ... was für ältere Gäste sicherlich günstig ist. ;-) Zu einer ähnlichen Endhaltestelle wie im alten Ägypten könnte diese Pyramide allerdings durchaus auch werden - zumindest wurde sie vorletztes Jahr unter anderem wegen Brandschutzmängeln geschlossen ... soll aber bald unter neuer Leitung wiedereröffnet werden. 
Ich benüge mich lieber damit, sie ab und zu in Fotos einzubinden, wenn sie denn sowieso schon im Weg rumsteht und sie als Wegweiser nach oben zu verstehen - zum Beispiel heute in den Novemberhimmel.




_________________________________________

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier nach einer längeren Pause jetzt wieder jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

in heaven, im Himmel, Wolken, sky, clouds, Herbsthimmel, Pyramide Fürth, sky watch

Samstag, 4. November 2017

In heaven No. 264 - Abendorange

"Morgenrot, Schlechtwetter droht -  Abendrot, Gutwetterbot"... solche und ähnliche Sprüche kennen wir wohl alle. Ein roter Himmel am Morgen soll schlechtes Wetter ankündigen, während ein roter Himmel am Abend genau das Gegenteil verheißt. Ein prächtiges Abendrot entsteht meist dann, wenn der Himmel im Westen klar ist und im Osten bewölkt, so dass die Strahlen der sehr tiefstehenden, untergehenden Sonne auf den Wolken im Osten eine prima Projektionsfläche vorfinden. Dass das Sonnenlicht am Abend immer goldener und roter wird, je tiefer die Sonne sinkt, hängt mit der Atmosphäre und der Brechung der Lichtwellen an den Luftmolekülen zusammen. Der blaue Lichtanteil der tiefstehenden Sonne wird durch die Luftmoleküle stärker gestreut als der rote und weil das Licht bei tiefem Sonnenstand einen besonders weiten Weg durch die Atmosphäre zurücklegen muss, erscheint es immer röter, je mehr sich die Sonne dem Horizont nähert. Stehen dann im Osten auch noch Wolken als Leinwand zur Verfügung, dann malt das Licht uns den Himmel in den schönsten Farben zwischen gelb über orange und pink bis zu rot.



In diesem Fall hat es den schmalen östlichen Himmelsstreifen zwischen meinem Bürofenster und dem gegenüberliegenden Hausdach in abendorange statt abendrot angemalt und die Bauernregel traf auch noch zu - die Ganze Woche hatten wir hier prächtigstes Herbstwetter.
_________________________________________ 

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier nach einer längeren Pause jetzt wieder jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

in heaven, im Himmel, Wolken, Sonnenuntergang, sundown, Abendrot, sky, clouds, Herbsthimmel, orange Wolken

Dienstag, 31. Oktober 2017

Oktobertisch - der blutrote Schneewittchensarg

Ich mag den Herbst. Neblige Morgen, taunasse Wiesen, bunte Bäume, wirbelndes Laub, böiger Wind, dramatische Wolken und Bäume voller roter Äpfel. Die esse ich gerne in fast jeder Form, aber noch viel lieber schaue ich mir perfekte rote Äpfel an und denke dabei unweigerlich an Märchen, an böse Stiefmütter, an Schneewittchen und an Glassärge. Im Oktober standen viele rote Schneewittchenäpfel in einem filigranen Glassarg auf unserem Tisch und erinnerten mich märchenhaft jeden Tag an... nein, nicht an den Tod einer verhinderten Prinzessin, sondern daran, dass alles möglich ist, auch Wunder. Schließlich hustet Schneewittchen den vergifteten Apfel aus, als die Zwerge mit dem gläsernen Sarg stolpern und erwacht wieder putzmunter und ausgeschlafen zum Leben. Das entsprechende, zarte, gläserne Gefäß stellt in unserem Fall die fünfundsechzg Jahre alte Bowleschüssel aus der Aussteuer meiner Mama, in der die Äpfel rot und knackig ruhen und auf Schneewittchen warten. Oder auf mich. 





Begleitet werden die blutroten Herbstäpfel von einem ebensolchen Chrysanthemenbusch - der mal wieder zeigt, dass Vorurteile doof sind und es manchmal eben doch Masse statt Klasse sein kann, die nachwirkt. Seit sechs Wochen blüht der blutrote Busch nämlich jetzt schon unverändert schön auf unserem Tisch und das alles, wo ich doch eigentlich gar keine Chrysanthemen leiden kann. Uneigentlich mag ich sie in Masse und dunkelrot im schweren, grünen Steinguttopf zu Äpfeln dann offensichtlich doch ganz gern - aber nur im Oktober. Ich hab nie behauptet, nicht kompliziert zu sein.





Monatstische 2017

(Juni, Juli und August mussten leider wegen Arbeitspause ausfallen)  


Meine Monatstische aus den vergangenen Jahren findet ihr alle  > hier.
Verlinkt mit: 12tel-Blick bei Tabea

Monatstisch, 12tel Blick, Chrysanthemen, blutrot, Äpfel, Herbst, Herbstäpfel, Herbstdeko, Blumenschmuck im Herbst, Steingut, Schneewittchensarg, Glassarg, Erbstück

Samstag, 28. Oktober 2017

In heaven No. 263 - Belly Knop und Bauchknäppchen

"You aren´t the cats meow" sagt man im englischsprachigen Raum zu jemandem, dem man hier bei uns erklären würde, dass er das ja vielleicht denken möge, aber definitiv nicht der Nabel der Welt sei, um den sich alles drehe. Bauchnabel strahlen eine seltsame Faszination aus. Als Markierung der Körpermitte sind sie irgendwie wichtig, sie fallen ins Auge, manche finden sie erotisch, sie sind etwas niedlich und gleichzeitig doch ein bisschen creepy. Vielleicht hab ich da aber auch nur einen ganz persönlichen Monk, so wie ihn manch andere mit Füßen haben, denn für mich sind Bauchnabel wie eine Folge von "The Walking Dead" - es ist gruselig und riecht vergammelt, aber man muss trotzdem gebannt hingucken.
Bauchnabel finde ich nur dann uneingeschränkt ästhetisch schön, wenn sie nichtmenschlichen Ursprungs sind. So haben manche knorrigen Bäume zum Beispiel wunderschöne, harzig duftende Bauchnabel und Himmelsbauchnabel finde ich geradezu famos. Ein leuchtend blauer Sommerhimmel mit einem flockig weißen Belly Knop, oder aber noch viel besser: der finstere graue Herbsthimmel mit einem leuchtend blauen Umbiliko, der erahnen lässt: hinter all dem Grau steckt immer noch das Licht, die Lebensfreude und das Leuchten. Also nicht vergessen, wenn der Spätherbstblues man wieder anklopft - dort hinter dem Bauchknäppchen, da wartet der nächste Sommer auf uns. Wir brauchen nur noch etwas Geduld...

Herbsthimmel über Franken.

"Belly Knop" heißt der Bauchnabel übrigens in Friesland, "Buckeleuchlein" dort, wo Plattdeutsch gesprochen wird, "Bauchknäppchen" nennt man ihn angeblich in Luxemburg, in Schottland "bhroinn a 'phutan" und "Umbiliko" würde er auf Esperanto heißen... wenn das denn noch irgendjemand sprechen würde. Und für alle, die auch ein psychologisches Problem mit Bauchnabeln haben und die neue Staffel "The Walking Dead" nicht auf Sky anschauen können: es geht noch schlimmer. ;-)

_________________________________________

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier nach einer längeren Pause jetzt wieder jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

in heaven, im Himmel, Wolken, Herbstwolken, Haufenwolken sky, clouds, Bauchnabel, Herbsthimmel, Himmelsbauchnabel

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Laurel & Hardy

Kürzlich unterhielt ich mich mit einigen Menschen über die Folgen des Medienkonsums für Kinder. Die Frage, die im Raum stand war, ob Fernsehen und Computerspielen zu Abstumpfung und Verblödung führt. Es standen sich völlige Mediengegner, passionierte Fernseher und begeisterte Zocker gegenüber. Als Argument gegen die Verblödung durch Medien führte ich an, dass ich schon als Kind viel ferngesehen hätte und auch heute noch sehr gerne Filme und auch gute Serien schaue und mich trotzdem weder für abgestumpft noch für blöd halte. Es kam die Frage auf, ob es denn damals überhaupt schon so viel im Fernsehen gegeben hätte, das man anschauen konnte...




Oh ja, das gab es. Zwar gab es in den Siebzigern und Achzigern deutlich weniger Sender als heute, aber auch dort gab es viele Filme und Serien anzuschauen, die heute kaum noch jemand kennt, die ich damals aber verschlungen habe - Flash Gordon, Fantomas, Raumschiff Enterprise, Die kleinen Strolche, James Bond, Columbo, Starsky & Hutch, Magnum, Drei Engel für Charly, Pippi Langstrumpf, Bullerbü, Heinz Sielmann und seine Expeditionen ins Tierreich und dazu viele Western mit John Wayne, Piratenfilme mit Burt Lancester und Luis de Funes-, Audrey Hepburn- und Doris Day-Filme ohne Ende. Und natürlich gab es da Charly Chaplin und Dick & Doof alias Laurel & Hardy. 
Als Kind mochte ich die wirklich gerne, hab kaum eine Folge verpasst und heute habe ich die beiden doch tatsächlich ungeplant zuhause. Schaue ich mir unsere beiden Fellschwestern an, dann muss ich nämlich unweigerlich an Dick & Doof denken. Dick und grumpy & dünn und liebenswert einfältig... Wie Feuer und Wasser und trotzdem Geschwister im Geiste und ansonsten sowieso.



Und wie ist das nun mit dem Medienkonsum? Alles, was man exzessiv, radikal und ausschließlich betreibt, hat automatisch den Verlust anderer wichtiger Dinge zur Folge - von Sozialleben, von Interesse, Zeit und Blick für Anderes und Andere und mitunter auch von Toleranz denjenigen gegenüber, die ein Thema anders sehen. Dass betrifft sowohl das radikal dagegen, als auch das radikal dafür Sein, ob es nun Medien, Politik, Ernährungsweise, Kindererziehung, Naturheilkunde oder was auch immer geht.
Dass der Medienkonsum meiner Intelligenz, Sozialkompetenz oder Empathiefähigkeit geschadet hätte, bezweifle ich. Ebensowenig sehe ich, dass mein Sohn aufgrund seiner Leidenschaft für das Zocken unter einem diesbezüglichen Mangel leiden würde.
Wahrscheinlich ist es wie überall. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und beim gesunden Augenmaß, statt in Pauschalisierungen.
Katzen, Computerspiele, Medienkonsum, Dick & Doof, Laurel & Hardy

Samstag, 21. Oktober 2017

In heaven No. 262 - Herzchakra

Um keinen Berg der bayerischen Alpen ranken sich mehr Mythen wie um den Untersberg. Laut Geomantie kreuzen sich am Untersberg die meisten Kraftlinien des Erdenergienetzes, was den Untersberg zu einem ganz besonderen Kraftort machen soll - so stark, dass dort in manchen Bereichen sogar Zeitsprünge möglich sein sollen. Von den Einheimischen auch als "magischer" oder "heiliger Berg" und aufgrund seiner Sonnenphänomene auch als "Berg des Lichts" bezeichnet, nannte ihn der Dalai Lama gar das Herzchakra Europas. Beeindruckend überragt der Gebirgsstock auf jeden Fall Salzburg und bietet vom Rossfeld aus einen prachtvollen Anblick.
Und dieses Ding mit den Zeitsprüngen... das muss ich mir wohl schon vor Jahrzehnten bei einem anderen Besuch dort eingefangen haben, denn die kann ich besonders gut. Grade eben an den Schreibtisch gesetzt... schwupps, ist schon wieder der Tag vorbei... die Woche... der Monat... das Jahr. Fast.












Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier nach einer längeren Pause jetzt wieder jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

in heaven, im Himmel, Berghimmel, Bayern, Bayerische Alpen, Untersberg, Herzchakra Europas, Berchtesgadener Alpen, Salzburger Land, mountains, Berge, Wolken, sky, clouds, magischer Berg

Dienstag, 17. Oktober 2017

Klopapiereinradler.

Es ist aufregend, wenn man eine neue Wohnung gefunden hat, sich nach neuen Möbeln und Dingen umsieht, mit denen man sein zukünftiges Zuhause ausstatten kann und dann endlich der Tag des Umzugs gekommen ist. Das Gröbste ist dann meistens schnell eingerichtet, aber es gibt so ein paar Dinge, die hinken meistens etwas hinterher. Leuchten aufhängen... den Sockel an die Küche montieren... die Fensterbretter lackieren... oder den Klorollenhalter montieren. Als meine Schwester in eine neue Wohnung zog, wünschte Sie sich einen Toilettenpapierhalter zum Geburtstag und diesen ganz ausdrücklich mit Montage, damit er auch wirklich zeitnah an der Wand und nicht verstaubt in einer Kiste landen möge. Man kennt sich ja meistens doch ganz gut selbst. Also ging ich erst in den Baumarkt und den Bastelladen und anschließend in die Werkstatt, um eine Idee umzusetzen, die ich irgendwo mal ähnlich in Plastik auf einem Flohmarkt gesehen hatte...







Ich glaube, meine Schwester hat sich damals über das Geschenk gefreut. 
Das muss jetzt ungefähr dreißig Jahre her sein. Der Einradfahrer ist in die Jahre gekommen. Erst fuhr er in Schräglage, dann wollte er sich befreien und riss sich los. Als meine Schwetser kürzlich in eine neue Wohnung umzog, wünschte sie sich, dass der kleine Mann mit umzieht und zu diesem Anlass auch verarztet wird und neue Kleider bekommt...







Also wurde der kleine Akrobat gekappt und zerlegt. Er bekam eine brandneue, stabilere und gerade Halterung, neue Reifen mit Grip und vor allem natürlich etwas Frisches anzuziehen - nach 30 Jahren im selben Turnanzug war das wohl dringend nötig. Erst wurde er gründlich gesandet, dann sein Gewand farblich dem reduzierten Farbkonzept im neuen Bad angepasst und schließlich erhielt er noch ein frisches Make Up und eine komplett neue Lackierung.Jetzt radelt er also auch nach dreißig Jahren im Dienst wieder munter weiter und wird es wohl irgendwann auf eine Gesamtkilometerleistung gebracht haben, auf die viele PKWs neidisch sein können. 
 
 

“Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.”
 

(Albert Einstein)

DIY, D.I.Y., Basteltip, Kreativ, Klorollenhalter, Radfahrer, Klorollenmännchen, Radfahrer auf Klorolle, Turner, Toilettenpapierhalter Do it yoursel
verlinkt mit:
Creadienstag

Samstag, 14. Oktober 2017

In heaven No. 261 - Abendglücklichkeit

Bevor der Sommer gänzlich in der Versenkung verschwunden ist, erinnere ich mich nochmal herzlich gern an den morgendlichen und abendlichen Balkonblick im Urlaub. Für mich ist der Blick vom Balkon über die Berge zum Horizont mit das Wichtigste im Urlaub und deshalb suche ich Unterkünfte auch danach aus, ob sie diesen Blick möglich machen. Die schönste Ferienwohnung könnte ich nicht genießen ohne Balkon und ohne diesen Blick von dort, der für mich mehr Urlaub und Freiheit ist, als die weiteste Flugreise das jemals hinkriegen könnte. Der Blick nach rechts ging stets zum Watzmann, dem nach der Zugspitze zweithöchsten Berg Deutschlands, der Blick nach links zum Hohen Göll, der so ganz anders ist als sein zackenbewehrter großer Bruder, aber in seiner klopsigen Art genauso liebenswert. Außerdem lag der Göll jeden Tag im letzten Licht der Abendsonne... wenn sie denn schien... und machte mich deshalb zum Abschluß schöner Bergwanderungen ganz besonders abendglücklich.




Hoher Göll . Berchtesgadener Alpen

________________________________

 
Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier nach einer längeren Pause jetzt wieder jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben.
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.
in heaven, im Himmel, Berghimmel, Bayern, Bayerische Alpen, Hoher Göll, Abendsonne, Sonnenuntergang, sundown, sunset, mountains, Berge, Wolken, Sonnenaufgang, Blaue Stunde, sky, clouds, Schneeberge